Corona weltweit

Länder des Südens und Städtepartnerschaften im Blick behalten

Landespastor Dirk Ahrens mahnt, über die Corona-Maßnahmen im eigenen Land nicht die Auswirkungen der Pandemie in den Ländern des Südens zu vergessen:

„Die Situation von vielen Millionen Flüchtlingen wird sich durch die Pandemie weiter zuspitzen. Die Camps, etwa in Idlib oder auf Lesbos, sind völlig überfüllt, es gibt dort weder ausreichend sauberes Wasser noch eine nennenswerte Gesundheitsversorgung.“

Städtepartnerschaften

Das Diakonische Werk Hamburg engagiert sich im Rahmen der Städtepartnerschaften der Hansestadt Hamburg in Sankt Petersburg und Dar es Salaam (Tansania). Trotz der angespannten Lage stehen wir auch mit unseren Partnern in den beiden Städten in Kontakt.

Wie ist die aktuelle Lage in den Partnerstädten?

Dar es Salaam („Hafen des Friedens“), ist mit mehr als 4 Millionen Einwohnern die größte Stadt in Tansania und ist Regierungssitz.

Das Diakonische Werk bietet mit der Kooperationsstelle eine Anlaufstelle für alle Interessierten. Wir fördern die Zusammenarbeit innerhalb der Städtepartnerschaft, vor Ort und zwischen Hamburg und Dar es Salaam. Sie wird finanziert durch die Freie und Hansestadt Hamburg.

Corona in Dar es Salaam 
Tansania ergreift energische Maßnahmen, um die Pandemie einzudämmen, und ist organisatorisch vielleicht sogar besser vorbereitet als Deutschland. Dennoch gibt es viele Probleme.

Sylvia Ruambo, Sozialarbeiterin aus Dar es Salaam: “Die Mehrheit der Menschen kann nicht zuhause bleiben. Als Tagelöhner arbeiten sie auf überfüllten Märkten, sie fahren in engen Bussen. Zwar waschen sie sich jetzt die Hände allerdings sind fließend Wasser und Seife ein Luxus und keine Selbstverständlichkeit. Auch sind viele Menschen auf die Nutzung von Gemeinschaftstoiletten angewiesen. Wer kann benutzt Masken und Desinfektionsmittel. Dafür haben viele aber kein Geld."
Lesen Sie hier den ganzen Bericht aus Dar es Salaam

Warum das Corona-Virus eine große Bedrohung für Afrika ist
Brot für die Welt-Referentin Linda Corleis erklärt im Podcast, welche Bedrohung das Corona-Virus für die Länder Afrikas darstellt, wie die aktuelle Lage vor Ort ist, welche Maßnahmen getroffen werden und wie Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe unterstützen.
Hier gehts zum Podcast.

St. Petersburg
In der Metropole Sankt Petersburg leben mehr als 8000 Menschen auf der Straße. Engagierte Organisationen leisten Überlebenshilfe. Als langjähriger Partner unterstützt das Diakonische Werk Hamburg die Arbeit der Beratungsstelle „Nachtasyl“- durch Spenden und fachlichen Austausch.

Derzeit sind alle Beratungsstellen von Nachtasyl bis auf weiteres geschlossen. Doch die Helfer suchen nach anderen Möglichkeiten, zu helfen: "Am sechsten April starteten wir von Nachtasyl die Aktion "Du bist nicht allein". Wir packten120 Beutel, gefüllt mit Essen und Hygieneartikeln und hängten diese an Zäune in der Nähe von Bahnhöfen. Dazu legten wir Informationen über Covid 19 und zum richtigen Verhalten.“
Lesen Sie hier den ganzen Bericht aus St. Petersburg

Diakonie Katastrophenhilfe und Brot für die Welt
Die beiden evangelischen Organisationen Diakonie Katastrophenhilfe und Brot für die Welt engagieren sich in der Entwicklungszusammenarbeit und kümmern sich aktuell vor Ort um Verbesserung der Hygiene, Aufklärung und konkrete Nothilfe. Mit spenden unterstützen Sie diese wichtige und solidarische Arbeit.

Stand: 23.04.2020

Krankenstation - Corona Hamburg Hilfe Diakonie